“Zirkus Gaddafi” gastiert in New York City

25. September 2009 | Von Petra Woerlein | Kategorie: Heads&Faces

Donald Trump setzt den libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi vor die Tür.

Zirkus

Dieser hatte sein Beduinenzelt, mit dem er traditionell auf Reisen geht, auf einem Gelände des amerikanischen Milliardärs errichtet. Jedoch nicht ohne offizielle Genehmigung. Die Trump Organisation erklärte, sie habe einen Mietvertrag mit “Partnern aus dem mittleren Osten” abgeschlossen und so dem Diktator nichtsahnend ein Obdach verschafft.

Obwohl die New Yorker Behörden betonten der Zeltbau verstoße gegen Bauvorschriften, sah es zeitweise nach einer widerwilligen Duldung des selbsternannten Regierungschefs aus. Letzlich musste Donald Trump persönlich einschreiten. Und tatsächlich räumte Gaddafi seinen Platz, jedoch nicht ohne deutlich erkennbare Spuren zu hinterlassen.

Doch die New Yorker zeigten sich versöhnlich. So bot der inoffizielle “Bürgermeister” des Stadtteils Brooklyn, Dick Zigun, dem Revolutionsführer an, sein Beduinenzelt auf dem Gelände des leicht heruntergekommenen Freizeitparks Coney Island aufzustellen. “Er würde Touristen nach Coney Island bringen, und die brauchen wir”, scherzte Dick Zigun.

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