Kopftuchpflicht für Schaufensterpuppen
1. Oktober 2009 | Von Petra Woerlein | Kategorie: Featured Story, Rooster Picture StoryUnter seinem extrem antiwestlich eingestellten Präsidenten Mahmud Achmadinedschad scheint sich der Iran in Zukunft auch kulturell noch weiter von uns zu entfernen. Achmadinedschads neuester Geniestreich ist eine landesweite Kopftuchpflicht für weibliche Schaufensterpuppen.

Wie die BBC berichtete, müssen ab sofort alle Puppen das islamische Kopftuch tragen. Außerdem warnte die iranische Polizei Händler davor, ihre Kleidung an zu kurvenreichen Schaufensterpuppen zu präsentieren.
Dessous müssen gänzlich aus den Auslagen verschwinden, und dürfen in Zukunft nur noch im hinteren Teil des Geschäftes und auch nur von Frauen verkauft werden. Wie in der iranischen Zeitung “Arman” zu lesen war, sei es ein Vergehen Damenunterwäsche in Auslagen öffentlich zur Schau zu stellen.
Der Feldzug gegen die “Verwestlichung” der iranischen Kultur macht auch vor der Männermode nicht halt. Krawatten und Fliegen gelten als unislamisch und dürfen daher weder verkauft noch getragen werden. Verstößt ein iranischer Händler gegen diese Vorschriften kann dies gerichtliche Folgen nach sich ziehen.
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