Die weißen Kapuzen mit der schwarzen Seele

22. Oktober 2009 | Von Petra Woerlein | Kategorie: Destination, News

Was haben die Finanzkrise und Barack Obama gemeinsam? Beide verhelfen einer schon fast tot geglaubten Gruppe mit weißen Zipfelmützen zu einem ungewollten Aufschwung!
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Der Ku-Klux-Klan hatte sich schon auf geschätzte 2000 Unbelehrbare reduziert. Doch mit der Wahl eines schwarzen Präsidenten und durch die momentane wirtschaftliche Unsicherheit können sich die Kapuzenmänner in den USA wieder über Zulauf freuen. Inzwischen soll es wieder 100 verschiedene Klan-Gruppen geben, die Mitgliederzahl sei auf 9000 gestiegen.

Thomas Greven, Professor für Nordamerika-Politik an der Freien Universität Berlin erklärt: „Die extreme Rechte in den USA legt zu. Seit Obama gewählt wurde, tummeln sich massenhaft neue Leute in den einschlägigen Internetforen.“

In den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zählten sogar hochrangige Politiker zu den Anhängern des Ku-Klux-Klans. Der rassistische Geheimbund hatte damals rund vier Millionen Anhänger. Seine Akzeptanz in der Bevölkerung verdankte er unter anderem heroischen Filmen, wie D.W. Griffiths „Die Geburt einer Nation“, die die Klans-Männer als Wiederaufbauer und Beschützer eines gebeutelten Volkes nach dem amerikanischen Bürgerkrieg darstellten.

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