Kein Platz für Kunst?
6. November 2009 | Von Petra Woerlein | Kategorie: NewsDie Kunst ist meist ein eher brotloses Geschäft und daher schwer zu vereinbaren mit wirtschaftlichem Kalkül. Die Künstler im Hamburger Gängeviertel erleben dies gerade am eigenen Leib.
Mit einer Einstweiligen Verfügung wollte der niederländische Investor Hanzevast schon im Oktober die Stadt Hamburg daran hindern, den Nutzungsvertrag für die Künstler im Gängeviertel zu verlängern. Das Gericht lehnte den Antrag aber als unbegründet ab. Hanzevast gibt sich jedoch nicht so leicht geschlagen und versucht nun, die Künstler aus ihren Räumen zu klagen. Hanzevast sieht es als erwiesen, dass die Stadt plant den Nutzungsvertrag mit den Künstlern zu verlängern. Das Unternehmen argumentiert daher, dies sei eine „unzulässige Vereinbarung zu Lasten Dritter“.
Das Gängeviertel ist ein Quartier, das teils Wohn- teils Kunsträume beherbergt. Die eigens gegründete Initiative „Komm in die Gänge“ setzt sich dafür ein, dass die historischen Gebäude des Gängeviertels erhalten bleiben und gleichzeitig eine sinnvolle Nutzung erfahren. So ist es ihr Ziel, den Hamburger Kulturschaffenden einen Raum zu geben. Dabei hofft die Initiative natürlich auch auf die Unterstützung der Stadt Hamburg.













