7,3 Millionen Euro für Steuersünder

8. Februar 2010 | Von Alessandra Salpietro | Kategorie: Business, News

Ein deutscher Steuersünder hat sein Glück sicherlich selbst nicht fassen können, als ihm von einem Gericht 7,3 Millionen Euro zugesprochen wurden. Der Grund: Die Tochtergesellschaft der Fürstenbank LGT hat den Kläger zu spät darüber in Kenntnis gesetzt, dass seine Kundendaten auf der ersten „Steuer-CD“ erschienen sind.
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Der Datendieb war früher bei der LGT-Treuhand AG angestellt und hat zu dieser Zeit die CD, mit den Angaben zu den mutmaßlichen Steuersündern für 4,5 Millionen Euro an Deutschland weiter verkauft.
Auch andere Steuersünder haben bereits ähnliche Klagen eingereicht und seit das Gerichtsurteil zu Gunsten des Deutschen ausgefallen ist, werden es noch mehr. Als Beweggründe geben sie an, dass sie bei rechtzeitiger Benachrichtigung über den Datenklau die Möglichkeit gehabt hätten, sich selbst im deutschen Fiskus anzuzeigen. Auf diese Weise wurde ihnen aber diese Gelegenheit genommen und ein Finanzstrafverfahren mit den daraus resultierenden Folgen lässt sich nicht vermeiden.
Obwohl das fürstliche Landgericht in Vaduz dem Kläger Recht gab, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Es wurde bereits eine Berufung angekündigt.

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