Kopiert sich junge Bestsellerautorin zum Erfolg?

8. Februar 2010 | Von Alessandra Salpietro | Kategorie: Heads&Faces

Praktisch über Nacht schaffte es der Roman von Helene Hegemann in die Bestsellerlisten. Nun wird ihr Plagiat vorgeworfen.

Stock-Foto-Scriptum-10021-buch-285Die 17-jährige Nachwuchsautorin ist mit ihrem Buch „Axolotl Roadkill“ in den Verdacht geraten, ganze Passagen von dem im vergangenen Jahr erschienen Roman „Strobo – Technoprosa aus dem Berghain“ übernommen zu haben. Aufmerksam darauf wurde ein Internet-User, der diesen Vorwurf auf einer Homepage bloggte.
Helene Hegemann nahm öffentlich dazu Stellung und entschuldigte sich für ihre Gedankenlosigkeit und ihren Egoismus. Sie habe vergessen, jeden Menschen zu erwähnen, deren Gedanken und Texte ihr geholfen haben. Für ungewöhnlich oder gar inkorrekt hält sie ihre Arbeitsweise jedoch nicht. „Das, was wir machen, ist eine Summierung aus den Dingen, die wir erleben, lesen, mitkriegen und träumen. Originalität gibt es sowieso nicht, nur Echtheit“, wird sie in 20min.ch zitiert. Nun wird versucht, beim Verlag des anderen Romans eine nachträgliche Genehmigung zum Abdruck zu erhalten.

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