Barbara Rapp | Collagen über Schönheit & Beziehung: “Rotkäppchen nimmt die Fäden in die Hand”
30. Januar 2009 | Von Rooster3 | Kategorie: Art, News
Barbara Rapp, eine der bemerkenswertesten Künstlerinnen Österreichs der Gegenwart, zeigt Collagen und Grafiken, die mit einem kritischen Augenzwinkern ihre Beobachtungen und Betrachtungen in der öffentlichen Welt der Schönheitsindustrie sowie dem allgemeinen Zusammenleben zwischen Mann und Frau visualisieren und interpretieren. Die gelungene Provokation geht in ihren Bildern voll auf.
Das Stilmittel der Collage aus teils verzerrt gedruckten und kaschierten Fotoaufnahmen in Kombination mit Malerei und Zeichnung ist Barbara Rapps Werkzeug zur weiterführenden Aufarbeitung ihrer aktuell behandelten Thematik: Sensibilisierung für die soziokulturell bedingten und oft auch unbewußt sich selbst in den Weg gestellten Hürden der weiblichen Person auf der Reise zur Selbstfindung, Selbstliebe und Selbstachtung.
Basis sind unter anderem Betrachtungen im nahen und weiteren Umfeld (aus Dokumentationen, Reporten und Berichten) des sich exzessiv ausweitenden Geschehens auf dem Gebiet der “Schönheitsindustrie” sowie gesellschaftspolitisch beeinflusster Tendenzen in aktuellen Formen des Zusammenlebens.
Ziel ist das Aufwerfen von Fragestellungen und die Interpretation von Beobachtungen ohne den Anspruch zu stellen, absolute Antworten und Auflösung anzubieten.
Was die Ausstellung mit dem Märchen von Rotkäppchen zu tun hat, erklärt die Künstlerin:
“Das Rotkäppchen war ein märchenhaft naives Mädchen, das sich vom bösen Wolf allzu leicht hinters Licht führen und einfach geschehen ließ, was eben vermeintlich zu geschehen hat. “Mein” Rotkäppchen wächst aus dieser passiven Rolle heraus, übt sich in Eigenverantwortung, nimmt die besagten Fäden selbst in die Hand und lässt sich nicht mehr als Marionette durchs Leben führen.
Diese Philosophie zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Ausstellung. Kritisch und auch mit einem kleinen Augenzwinkern werden aktuelle Entwicklungen im allgemeinen Zusammenleben von Mann und Frau sowie auch in der wachsenden „Schönheitsindustrie“ verarbeitet. Ich erzähle, im übertragenen bzw. bildlichen Sinne, von meinen diesbezüglichen Beobachtungen und Betrachtungen. Über das in meinen Werken Angesprochene nachzudenken und im allerbesten Falle daraufhin, also aus den jeweiligen „Überlegungsresultaten“ heraus, auch zu handeln, dazu möchte ich mit meiner Arbeit anregen.”
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Weiterführende Links und Informationen:
Schustehrusstraße 17
10585 Berlin-Charlottenburg
Deutschland
Vernissage: Donnerstag, den 5. Februar 2009 um 19 Uhr
(die Künstlerin ist anwesend)
Ausstellungsdauer: bis 21. Februar 2009
Öffnungszeiten:
MI-DO-FR 15:00-18:00
SA 11:00–15:00
sowie nach Vereinbarung














Die Ausstellung wurde übrigens aus planungstechnischen Gründen
VERLÄNGERT BIS 28. FEBRUAR 2009!
Wer nicht bereits hat, der kann also noch
Liebe Grüße und vielen Dank, Barbara Rapp