Face vs. Space – Facebook hängt MySpace ab
30. März 2009 | Von Rooster3 | Kategorie: Business, News
Die Trends sind zwar seit Jahren eindeutig, doch nun hat sich Facebook endgültig zum Branchenprimus der Social Networks gekürt: Während Konkurrent Myspace im vergangenen Monat zwei Prozent seiner Besucherzahlen verlor, verzeichnet Facebook einen satten Zuwachs von 16,6 Prozent. Bei Myspace läuten die Alarmglocken, seit geraumer Zeit verlassen bereits zentrale Führungskräfte das sinkende Schiff.
Der jüngere Konkurrent genießt längst größere Beliebtheit als Pionier Myspace. Mittlerweile verzeichnet Facebook mehr als doppelt soviel Traffic, in den USA kann Myspace jedoch weiterhin einen leichten Vorsprung halten kann. 124 Millionen User surften im vergangenen Monat auf Myspace, während 276 Millionen im Facebook „geblättert“ haben.
In Europa scheint die Schlacht um die größere Community geschlagen: “In den letzten zwölf Monaten hat Facebook seine Dominanz in allen Teilen Europas ausgedehnt”, erklärt Nick Thomas, Analyst bei Forrester Research. In Großbritannien hat Facebook bereits seit September 2007 die Nase vorn. Abschreiben dürfe man Myspace aber noch nicht, warnt Thomas vor voreiligen Schlüssen: “Ich bin nicht überzeugt davon, dass dies das Ende von MySpace ist. Der Kampf ist noch nicht vorbei.”
Bei MySpace, einst unangefochtener Branchenleader, gehen hinter den Kulissen dennoch die Wogen hoch: Wichtige Führungskräfte haben dem Unternehmen bereits den Rücken zugekehrt, weitere hätten ihr Kündigungsschreiben bereits in der Schublade, berichtet The Observer.
Die hartnäckigsten Gerüchte ranken sich um MySpace-Gründer Chris DeWolfe und Tom Anderson, die Unternehmen demnach bald verlassen könnten. Ihre Zweijahresverträge über 30 Mio. Dollar laufen im Oktober aus.
Der ehemalige leitende Geschäftsführer Amit Kapur hat sich bereits nach einem Jahr verabschiedet, um ein neues Unternehmen zu gründen. Zwei weitere ehemaligen MySpace-Führungskräften werden das Projekt unterstützen: Jim Benedetto und Steve Pearman, Vize-Präsidenten für Technische Planung und Produktstrategie, wollen das vermeintlich sinkende Schiff MySpace ebenfalls verlassen.
MySpace ist Teil von Rupert Murdochs Fox Interactive Media. Der Konzern hatte das Social Network 2005 für 580 Mio. Dollar gekauft.
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